Hautmesotherapie, Filler- und Botox-Behandlungen

Um ein junges und gesundes Hautbild zu bewahren, ist es erforderlich, die Feuchtigkeitsspeicherfähigkeit der Haut zu steigern, den durch die Schwerkraft und den Abbau von Fettpolstern verursachten Volumenverlust auszugleichen und dynamische Falten, die durch übermäßige Kontraktion der Mimikmuskeln entstehen, in den Griff zu bekommen. Die zur Erfüllung dieser drei grundlegenden Anforderungen eingesetzten Verfahren – Mesotherapie, Filler und Botox – sind keine Alternativen zueinander, sondern ergänzende Behandlungen, die auf verschiedene Hautschichten (Epidermis, Dermis, Fettgewebe und Muskelschicht) einwirken. Da alle diese Verfahren Mikroinjektionen beinhalten, müssen sie von Fachärzten durchgeführt werden, die die Gesichtsanatomie (insbesondere den Verlauf von Gefäßen und Nerven) sehr gut kennen, unter sterilen klinischen Bedingungen.

Anwendungsmethoden und biologische Wirkungen

  • Hautmesotherapie (Verjüngungsspritze / Mesolift): Bei diesem Verfahren werden Cocktails aus reiner Hyaluronsäure, Antioxidantien, Vitaminen (A, C, E), Aminosäuren und Peptiden, die die Haut benötigt, um Feuchtigkeit, Vitalität und Elastizität zurückzugewinnen, mittels Mikronadelung direkt in die Dermis (mittlere Hautschicht) injiziert. Dieser Eingriff regt die Fibroblasten – die Hauptzellen des Bindegewebes – mechanisch und chemisch an und löst dadurch die Neubildung von Kollagen aus. Er beseitigt die Mattheit der Haut, glättet feine Fältchen und beugt dem Verlust an Elastizität vor.

  • Hautfüller (Volumenauffüllung und Konturierung): Sie werden eingesetzt, um Absackungen und Erschlaffungen zu beheben, die durch den mit zunehmendem Alter einsetzenden Rückgang der Gesichtsknochenstruktur und den Abbau tiefer Fettpolster entstehen. Das derzeit sicherste Füllmaterial ist Hyaluronsäure, die auch im körpereigenen Gewebe vorkommt und über eine extrem hohe Wasserbindungsfähigkeit verfügt. Sie wird in die tiefen Hautschichten oder direkt in die Knochen injiziert, um die Wangenknochen zu betonen, die Kinnlinie zu schärfen, die Nasolabialfalten (Lachfalten) aufzufüllen und das Lippenvolumen zu vergrößern.

  • Botox (Botulinumtoxin-Behandlung): Entgegen der landläufigen Meinung handelt es sich nicht um Schlangengift, sondern um ein gereinigtes Protein (Neurotoxin), das aus dem Bakterium Clostridium botulinum gewonnen wird. Botox blockiert vorübergehend die Freisetzung des Botenstoffs Acetylcholin an den Nervenenden des injizierten Muskels. Indem es die Kontraktionskraft des Muskels verringert, verhindert es die Faltenbildung der darüberliegenden Haut und damit die Entstehung dauerhafter Falten auf der Stirn, um die Augen (Krähenfüße) herum und zwischen den Augenbrauen. Die Wirkung ist vorübergehend (im Durchschnitt 4–6 Monate) und hinterlässt keine bleibenden Schäden im Muskelgewebe.

Klinische Warnhinweise und lebensbedrohliche Risiken

  • Intravaskuläre Füllstoffinjektion (vaskuläre Okklusion): Die schwerwiegendste und am meisten gefürchtete Komplikation bei Füllstoffbehandlungen ist die versehentliche Injektion des Füllstoffs in eine Gesichtsarterie oder die vollständige Unterbrechung des Blutflusses durch übermäßigen Druck von außen auf die Arterie. Wird in diesem Fall nicht sofort eingegriffen, kann es zu einer Sauerstoffunterversorgung (Nekrose) des Gewebes im betroffenen Bereich und sogar zu einer dauerhaften Erblindung kommen, wenn die das Auge versorgenden Gefäße betroffen sind. Aus diesem Grund sollten Filler-Behandlungen ausschließlich von Ärzten durchgeführt werden, die den Umgang mit Kanülen (stumpfen Nadeln ohne scharfe Spitze) beherrschen und über fundierte anatomische Kenntnisse verfügen; für Notfälle muss in der Praxis jederzeit das Enzym Hyaluronidase bereitstehen, das den Filler sofort auflöst.

  • Hängendes Augenlid“ (Ptosis) nach einer Botox-Behandlung: Dies entsteht, wenn die Botox-Injektion in falscher Dosierung oder an einer falschen anatomischen Stelle verabreicht wird oder wenn das Medikament unmittelbar nach dem Eingriff durch Diffusion (Ausbreitung) in benachbarte Muskeln gelangt, weil der Patient sich das Gesicht reibt. Wird der Muskel, der das obere Augenlid anhebt, gelähmt, kann das obere Augenlid herabhängen (Ptosis). Auch wenn dieser Zustand vorübergehend ist, beeinträchtigt er die Lebensqualität des Patienten über Wochen hinweg.

  • Abkehr von der Natürlichkeit („Überfülltes-Gesicht“-Syndrom): Ständige und unkontrollierte Füllstoffbehandlungen zerstören die natürlichen anatomischen Konturen und die Mimik des Gesichts und führen zu einem künstlichen, aufgedunsenen und ausdruckslosen Erscheinungsbild, das als „Pillow Face“ (Kissengesicht) bezeichnet wird. Die goldene Regel bei ästhetischen Eingriffen lautet: bei „wenigen, aber gezielten“ Eingriffen innerhalb der anatomischen Grenzen des Patienten zu bleiben.

Wichtiger Hinweis zu Zulassungen und Produkten: Der Markt für medizinische Ästhetik ist voll von Behandlungen, die in sogenannten „Schwarzbetrieben“ – also nicht zugelassenen Friseur- oder Kosmetiksalons – von Personen durchgeführt werden, die keine Ärzte sind. An diesen Orten werden häufig billige und minderwertige Füllstoff- und Botox-Produkte chinesischer Herkunft verwendet, die nicht vom Gesundheitsministerium zugelassen sind und zu dauerhaften Reaktionen auf Fremdkörper im Körper (Granulome) sowie zu irreversiblen Infektionen führen können. Um Ihre Gesundheit nicht zu gefährden, sollten Sie sich unbedingt vergewissern, dass die behandelnde Person ein Arzt ist und dass die verwendeten Produkte direkt vor Ihren Augen aus den Originalverpackungen entnommen werden.

Wann sollte man sich an einen Facharzt für ästhetische Medizin wenden?

Um den Alterungsprozess Ihrer Haut zu verlangsamen und bestehende Probleme zu beheben, können Sie in den folgenden Fällen einen Facharzt konsultieren:

  • Wenn Sie feststellen, dass sich auf Ihrer Stirn und um die Augen herum feine Fältchen bilden, auch wenn Sie keine Mimik machen (der ideale Zeitpunkt für eine Botox-Behandlung ist, bevor die Fältchen dauerhaft werden)

  • Wenn Sie übermäßige Trockenheit, Mattheit, Feuchtigkeitsmangel und feine Fältchen auf Ihrer Haut feststellen (für Mesotherapie-Behandlungen)

  • Wenn Sie beim Blick in den Spiegel eine nach unten gerichtete Erschlaffung Ihres Gesichts, einen müden und schlaflosen Ausdruck sowie eine

  • Ausdünnung unter den Augen wahrnehmen (für Filler-Behandlungen zur Behebung von Volumenverlust und zur Straffung)

  • Wenn Sie unter Kieferpressen (Bruxismus) leiden, um Zahnabnutzung zu verhindern und die Gesichtskontur zu verfeinern (für Masseter-/Kiefer-Botox)

  • Wenn Sie einen strukturellen oder altersbedingten Volumenverlust sowie Asymmetrien an Ihren Lippen feststellen

Wichtiger Hinweis: Medizinisch-ästhetische Behandlungen sollten als Ganzes betrachtet werden. Eine noch so gut durchgeführte Botox-Behandlung allein kann bei trockener und schlaffer Haut nicht den gewünschten Verjüngungseffekt erzielen. Die natürlichsten und nachhaltigsten Ergebnisse werden erzielt, wenn die Haut zunächst durch Mesotherapie mit Feuchtigkeit versorgt und ihre Qualität verbessert wird, anschließend die Falten mit Botox geglättet und an den erforderlichen Stellen mit Fillern unterstützt werden. Bitte wenden Sie sich an unsere Klinik, um einen auf Sie zugeschnittenen Behandlungsplan zu erhalten.